Fremdsprachen von großer Wichtigkeit für EU-Firmen
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Laut einer im Auftrag der EU durchgeführten Studie konnten auf Grund unzureichender Sprachkenntnisse 11% kleiner Unternehmen einen Exportvertrag nicht abschließen und mussten somit auf Einnahmen verzichten. Dieser Verlust beläuft sich auf durchschnittlich 325,000 ? pro Jahr über einen Zeitraum von drei Jahren. "Investitionen in Sprachkenntnisse sollten keine unliebsamen Geschäftsausgaben sein, sie können die Geschäftsmöglichkeiten eines Unternehmens drastisch verbessern", sagte Leonard Orban, EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit. Er plant daher, "Mehrsprachigkeit zum Kern der Lisabon-Strategie für mehr Wachstum und Arbeitsplätze zu machen." Europäische Unternehmen sollten bei Fremdsprachenkenntnissen nicht länger auf die Schulbildung ihrer Mitarbeiter vertrauen, sondern selbst in die Sprachausbildung investieren. Da eine eindeutige Beziehung zwischen Sprachen und Exporterfolgen besteht, schlägt die Studie verschiedene Maßnahmen vor, so beispielsweise das Erstellen einer Sprachstrategie, die Einstellung von Muttersprachlern und Mitarbeitern mit Fremdsprachenkenntnissen sowie den Einsatz von Übersetzern und Dolmetschern. Für Kleine und mittelständische Unternehmen, die in diese vier Punkte investieren, wurde errechnet, dass der erreichte Anteil an Exportverkäufen um 44,5 Prozent höher liegen kann als ohne diese Investitionen. Die Studie zeigt außerdem, dass Englisch die Hauptsprache für den Zugang zu Exportmärkten bleibt, obwohl in Unternehmen, die über die Grenzen Europas hinaus expandieren, Spanisch, Russisch, Arabisch und Mandarin an Bedeutung gewinnt. Quelle: Businessweek.com |