Patentübersetzung in Gefahr?
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In der heutigen Ausgabe von legalweek.com schreibt Richard Davis, Patentanwalt bei Hogarth Chambers, über das Europäische Übereinkommen über Patentstreitigkeiten (EPLA). Dem Artikel zufolge ist man im November einem zentralisierten europäischen Patentgericht einen Schritt näher gekommen, nachdem ein Gremium europäischer Patentanwälte einen Entwurf von Verfahrensregelung veröffentlichte. Momentan ist die einzige europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Patente das Europäische Patentamt (EPO) in München. Das EPO bietet ein zentralisiertes Verfahren für das Gros europaweiter Patente an. Der wichtigste Faktor besteht für die Übersetzungsbranche darin, dass Patente mit EU-weiter Geltung in alle offiziellen Sprachen der EU übersetzt werden müssen. Zur Zeit gibt es in der EU 20 offizielle Sprachen und 3 weitere erhalten diesen Status am 1. Januar 2007. Obwohl dies enorme Kosten für den Patentanmelder bedeutet, stellt es auch einen profitablen Vorteil für die Übersetzungsbranche dar. "Vor kurzem", schreibt Davis, "haben jedoch einige Staaten das Londoner Übereinkommen unterzeichnet, demzufolge die Verwendung einer einzigen Sprache in Europa Gültigkeit haben sollte; und zwar die Sprache, in der das Patent eingereicht wurde, was entweder Englisch, Französich oder Deutsch ist. Anfangs schien das Londoner Übereinkommen ebenfalls zum Scheitern verurteilt zu sein, da die Franzosen starken Widerstand leisteten, doch nun scheint Bewegung in die Angelegenheit gekommen zu sein." Patentübersetzungen waren in der Vergangenheit ein lukrativer Markt für große europäische Sprachdienstleister. Ein wahres europäisches Patentsystem, das lediglich eine Sprache erfordern würde, könnte in der Tat einen großen Verlust für den Markt bedeuten. Zum Artikel: legalweek.com |